Sonntag, Februar 3rd, 2008

Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)

Was ist eine Amniozentese?
Amniozentese: Wie gesund das Baby ist

Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ist eine Möglichkeit, um den Gesundheitszustand des ungeborenen Kindes (Pränataldiagnostik) zu überprüfen.

Schon in den frühen Schwangerschaftswochen lassen sich bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen des Fötus diagnostizieren.

Wozu dient eine Amniozentese?

Sie wird zwischen der 15. und 16. Schwangerschaftswoche in folgenden Fällen durchgeführt:

Schwangere, die älter als 35 Jahre sind: Mit steigendem Lebensalter der Mutter erhöht sich auch das Risiko für Veränderungen im Erbgut (Chromosomen). Der Embryo kann schwere Schäden in Form von geistiger oder körperlicher Behinderung davontragen. Eine der bekanntesten Veränderungen ist das Down-Syndrom (Trisomie 21).

Genetischer Defekt bei den Eltern oder anderen Verwandten;

Geburt eines Kindes mit einer Erbkrankheit oder schweren angeborenen Stoffwechselerkrankungen;

Hinweise auf kindliche Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen; diese sind im Rahmen einer Ultraschall-Untersuchung feststellbar;

In der späteren Phase der Schwangerschaft (etwa ab der 30. Schwangerschaftswoche) wird eine Fruchtwasseruntersuchung zur Diagnose folgender Störungen durchgeführt:

Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind;

Bestimmung der kindlichen Lungenreife bei drohender Frühgeburt;

Sicherheit der Amniozentese

Weder die Plazentauntersuchung (Chorionzottenbiopsie), noch die Fruchtwasseruntersuchung bieten eine 100-prozentige Sicherheit. Die Ergebnisse der Chromosomenuntersuchung sind zu 99 Prozent sicher, bei der Diagnostik von Fehlbildungen im Nervensystem des Babys (Neuralrohrdefekten) ist eine Genauigkeit von etwa 90 Prozent zu erzielen.

Der Beitrag wurde am admin - Februar 3rd, 2008 | Kategorien: Soma |

Kommentarfunktion ist deaktiviert